„No LaOla“ kämpft gegen das Bad und für den Lebensraum des Hagenkäfers

Eine kleine aber aktive Gruppe engagierter Bürgerinnen und Bürger hat entdeckt, dass ganz nah am Bauplatz des neuen Schwimmbades  der „Scarabeus nova indagensis“ einen seiner letzten Lebensräume in ganz Norddeutschland hat. Der Hagenkäfer trägt, so sind die Badgegner sicher, dazu bei, die Nieselwälder in der Nähe des Bauplatzes von Kerosinrückständen landender Flugzeuge zu befreien. Chlorausdünstugnen des neuen Bades aber vertrieben ihn. Und so kämpfen sie gegen das neue Bad - für den kleinen Käfer mit der auffälligen Panzermusterung.

Doch sie scheinen auf verlorenem Posten zu kämpfen, denn der Käfer wird mal wieder nicht gefragt, sondern einfach fortgejagt. Doch die No LaOla-Gruppe will nicht aufgeben. Wir werden ihnen im Laufe der KriminaLa begegnen. Und weil sie sowohl Bodo und seine Firma als auch das Ehepaar Thannheuser auf dem Kieker haben, kann es sein, dass wir von den Badgegnern wichtige Hinweise erhalten.

Vielleicht auf deren Facebookseite?

Nur Hinweise? Oder hat vielleicht doch ein Badgegner die Tat begangen? Walter Winkelmann glaubt das.  Kürzlich konnten die Badgegner zum ersten Mal auf Ihr Anliegen öffentlich aufmerksam machen. Davon hier ein paar Fotos.

Der Hagenkäfer...

Bereits 1312 wird er in einer Urkunde im Bürgerbuch von Hannover als Scarabeus nova-indagensis erwähnt. 

Damals wurde er für einen Schädling gehalten, den man maßgeblich für das Verschwinden des großen Lauenwaldes verantwortlich machte, der einst ganz Langenhagen überzog. Doch er hatte stets auch nützliche Eigenschaften. Während die Larven überirdisch ganze Wälder dem Boden gleich machten, zerlegten die bodenbohrenden ausgewachsenen Käfer den Raseneisenstein unter Langenhagen mit ihren scharfen Zähnen und trugen so zur Bodenverbesserung bei. Durch das Eingreifen des Menschen war der hübsche Käfer mit der auffälligen roten Panzerzeichnung zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast augerottet. Der Flughafenbau erwies sich als Glücksfall für den kleinen verbleibenen Käferbestand, denn über seiner Heimat, den Nieselwäldern, (der Name sagt es bereits…) nieselte fortan ein leichter Kerosinregen durch den Landeanflug von Flugzeugen nieder. Der anpassungsfähige Hagenkäfer lernte, sich von Kerosinrückständen zu ernähren und hält damit Langenhagens Bäume in der Nähe des Stadtzentrums sauber. Ein Verschwinden des Hagenkäfers könnte somit unabsehbare Folgen haben.

Muss man diesen possierlichen Gesellen nicht einfach schützen?